Klangmanipulation: Wozu DSP ?

 

In High-End Kreisen wird das Wort DSP oder Digital Signal Processing wegen des Eingriffs in das "heilige" Audio Signal geächtet. Jegliche Eingriffe überhaupt wollen vermieden werden um das "Ur-Signal" von der Quelle (das ist die CD für den Konsumenten) auf keinen Fall zu verändern oder irgendwie zu trüben.

Doch was geschieht in Tonstudios bei Aufnahmen, Abmischen und am schlussendlichen Mastering? Also bevor die CD beim Konsumenten im Regal steht? Manche wollen davon zwar nichts wahr haben, aber dort gibt es Racks voll mit DSP, die dazu dienen den "besten" Sound für das Album zu "designen", man will ja schließlich erfolgreich verkaufen. Das endgültige "Finish" ist abhängig vom Equipment des Studios, sprich Elektronik, Abhörlausprecher, Studioakustik und nicht zuletzt vom persönlichen akustischen Geschmack des Toningenieurs, also von seiner Auffassung wie es am besten klingt.

Um nur einge DSP aufzuzählen: Equalizer, Einzel-Bus Kompressoren, Saturation Prozessoren, Exciter, Mehrband-Kompressoren, Hall, Reverb, Kick, Punch, Warmth, Stereo-Widener und unzählige mehr.
Das sind die Werkzeuge der "Tonis". Anzunehmen, das solche "Klangverfälscher" bei "meiner" audiophilen Lieblings CD nicht im Einsatz waren, klingt irgendwie realitätsfremd.

Wie dem auch sei: wozu brauche ich das? Wenn schon die Tonis so etwas benutzen, mache ich dann durch weitere DSP`s den Klang nicht noch schlechter? - zumal ich ja nur das Summensignal beeinflussen kann, während der Toni Zugriff auf alle Einzelspuren hat?

Die Antwort lautet: es ist definitiv möglich CD`s zu mehr Glanz, mehr Druck, bessere Sprachverständlichkeit, besser haraushörbare Ortbarkeit, präsentere Stimmen etc. zu verhelfen.
ABER: DSP sind mächtige Tools, die z.T. behutsam dosiert werden wollen. Will heißen, dass mit viel Geduld, Erfahrung und überlegtem Angehen der Klang von CD`s ggü. der "Original CD", wohlbemerkt im Kontext und Abhängigkeit der kompletten Kette, z.T. deutlich gesteigert werden kann.

Von enormem Vorteil ist, dass sich im System integrierte DSP Plugins während das Musikhörens austauschen und in ihren Einstellungen verändern lassen. So kann man REALTIME binnen einer Sekunde Unterschiede zwischen den Einstellungen heraushören. Möchte man keine DSP nutzen, kann man sie komplett abschalten. Möchte man sie nutzen, stehen tausende von nützlichen, z.T. hervorragende kostenfreie Plugins zur Verfügung.

 

 

Beispiel: Satuator/Dynamik

Ich benutze diese Tool quasi als Standard Tool, mit welchem man nichts falsch machen kann.
Gesteigerte Dynamik und deutlich volleres Klangbild

 

 

Beispiel: Kompressor


Einer der besten Kompressoren auf dem Plugin Markt. Nicht ganz einfach einzustellen.
Mit vielen Presets, welche es leichter machen, den Richtigen zu finden, bzw. die richtige Richtung zu finden
Da ein Audio Setup extrem vielen komplexen Parametern unterliegt, kann es ein, dass unterschiedliche Kompressoren
unterschiedliche Ergebnisse bringen. Es lohnt sich verschiedene Kompressoren zu testen.

 

 

Beispiel: Transienten

Anwendungsmöglichkeiten für Transientendesigner sind beispielsweise die gezielte Betonung
des Anschlags einer Trommel oder die Abschwächung des Nachhalls in einem Signal.


In der Welt der Klänge sind Transienten kurze, impulsiv und perkussiv erscheinende, nicht-harmonische
und überwiegend hochfrequente Anteile eines Klangs – ein gutes Beispiel ist das Kick-Geräusch
unmittelbar beim Anschlag des Fells einer Bass Drum. Man nennt den Transientenanteil eines Klangs
bzw. Audiosignals auch »Attack«.
Der nachfolgende Klanganteil wird als »Sustain« bezeichnet -
in unserem Beispiel wäre das der »bauchige«, vergleichsweise lang anhaltende Ausklang der großen Trommel. Quelle: www.delamar.de

 

 

Beispiel: EQ

ReaFIR is a EQ and dynamics plug-in that includes an FFT spectrum analysis window.
Amongst other things it can be used as a precision EQ, a gate, a fast attack/release precision compressor, a noise reduction tool.

 

 

Beispiel: EQ

Ein natürlicher Klang getreu des Ausgangsmaterials ist das Hauptaugenmerk dieses Plugins. Zu den wichtigsten Features zählen eine natürliche und präzise Basswiedergabe, sowie eine im Analogstil gehaltene Frequenzkurve. Anhebungen sollen dabei besonders sanft klingen. Laut Entwickler ist der BaxterEQ perfekt in Deiner Masteringkette aufgehoben. Die stufenweise einstellbaren Regler sorgen für leichte Handhabung beider Kanäle, die entweder separat oder per Link-Schalter gleichzeitig bearbeitet werden können. Bei der Entwicklung wurde besonders auf die Transparenz des Klangs geachtet, so wurde die mögliche Verzerrung minimiert. Außerdem arbeitet das Plugin mit Oversampling, was für eine bessere Impulsantwort sorgen soll. Die fixierten Frequenzen wurden vom Entwickler mit Sorgfalt gewählt. Quelle: www.delamar.de

 

 

Beispiel: EQ

Extrem fein einstellbarer Vocal EQ. Nur für kleinen stimmenrelavanten Frequenzbereich